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The Muffin Man | Erdbeer-Vanillestreusel-Muffins & Karamel Muffins

Avatar of Caro Caro - 22. February 2015 - Süße Schätze

“Oh, do you know the Muffin Man?” sang Ella Fitzgerald in einem Swingsong von 1941. Oh ja! In der Tat kenne ich den “Muffin Mann” … Denn ich bin mit ihm verheiratet … ;-) Herr Herzblut liebt die saftige Konsistenz von frisch gebackenen Muffins, den speziellen Teig und die Tatsache, dass sich daraus unzählige, köstliche Nuss-, Karamell- und Schokoladenvarianten herstellen lassen. Ich liebe Muffins auch sehr, denn es gibt Tage, an denen ich ein umkompliziertes Stück “Süß” genießen möchte. Kein Törtchen oder keine Cupcakes mit Schnick-Schnack – einfach mal gute, ehrliche Muffins.

 

“…Oh, do you know the Muffin Man?
The Muffin Man, the Muffin Man
Do you know the Muffin Man
Who dwells in Drury Lane? …

… He's never in a hurry
Never has a worry
Bringin' joy to everyone
Then he knows his work is done.”

Ella Fitzgerald, “The Muffin Man”, 1941

Aber worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Muffins und Cupcakes? Mitte des 18. Jahrhunderts gewannen die sogenannten “English Muffins” – ein toastartiges Gebäck mit Hefeteig – in Großbritannien an Popularität. Die “Muffin Men” – genau wie sie Ella Fitzgerald besang – verkauften dieses Gebäck zur “Tea Time” mit lauten Rufen und Schellenklingeln auf der Straße. Im 19. Jahrhundert landete dann diese Muffin-Variante durch britische Auswanderer in Nordamerika.

Durch die Erfindung des Backpulvers Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die uns bekannte und “moderne” Form des Muffins geboren. Muffins erfreuten sich in den USA immer mehr an Beliebheit und werden in vielen Coffeeshops auch schon zum Frühstück angeboten. Der klassische Muffinteig unterscheidet sich von vor allem durch die Verwendung von flüssigem Pflanzenfett, Buttermilch und etwas Natron von Cupcake-Teig. Der Teig ist etwas gröber und wird zudem anders hergestellt. Trockene und flüssige Zutaten werden getrennt voneinander vermischt, dann nur kurz zusammen verrührt und in den bekannten Muffinformen gebacken.

Für Cupcakes werden feinere Rührteige mit Butter und höheren Ei-Anteil verwendet. Bei der Herstellung werden Eier mit Zucker ganz klassisch schaumig geschlagen, portionsweise Butter hinzugegeben sowie alle weiteren Zutaten. Diese kleinen Kuchen wurden ursprünglich in kleinen Tassen gebacken, woher ihr Name stammt. Vor allem unterscheiden sich diese schicken Mini-Törtchen von Muffins durch Cremehauben, Frostings als auch kunstvolle Verzierungen mit Früchten oder Zuckerperlen. Der Begriff “Cupcake” tauchte erstmal 1828 in einem  amerikanischen Kochbuch auf.

Im Gegensatz zu Herrn Herzblut liebe ich vor allem Muffins in sämtlichen Fruchtvarianten mit Blaubeeren, Kirschen, Apfel oder Beeren. Seitdem ich den Grundteig immer halbieren und jeweils eine schokoladige und fruchtige Variante backe, sind Muffins im Hause Herzblut eine perfekte Lösung, um beide Genießer-Vorlieben zu stillen … ;-)

Hier kommt damit mein heutiges Rezept zum Thema “1 Teig = 2 Sorten” für unsere persönlichen Lieblingssorten:

Erdbeer-Vanillestreusel-Muffins & Karamel-Muffins

Für 12 normal große Muffins – Grundteig
140 g Dinkelmehl, Type 630
120 g Dinkelvollkornmehl oder Weizenvollkornmehl
2 ½ TL Weinsteinbackpulver
½ TL Natron
½ TL gemahlene Vanille
1 Prise Salz
1 Bio Ei (möglichst Größe L)
275 g Buttermilch
100 ml Bio-Pflanzenöl – möglichst neutral im Geschmack und von guter Qualität
120 g Rohrohrzucker

Für die Erdbeer-Vanillestreusel-Muffins – für 6 Muffins
120 g Erdbeeren, frisch oder TK, in Stücke geschnitten
45 g Dinkelmehl, Type 630
15 g Rohrohrzucker
½ TL gemahlene Vanille
30 g Butter

Für die Karamel-Muffins – für 6 Muffins
70 g Softkaramellbonbons, in kleine Stücke geschnitten
30 g qualitativ gute Vollmilch- oder Bitterschokolade, gehackt

Zubereitung
Backofen auf 180 °C Ober-Unterhitze vorheizen. Helle Mehlsorte in eine Schüssel sieben und mit Vollkornmehl, Weinsteinbackpulver, Natron, Vanille und Salz vermischen.

In einer weiteren Schüssel Ei, Buttermilch, Pflanzenöl und Rohrohrzucker verrühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Diese Mischung nun auf die trockene Zutatenmischung gießen und nur kurz verrühren. Bei längerem Mischen entsteht zu viel Kleber (Gluten) im Teig und die CO2-Bläschen werden zu groß.

Für die Vanillestreusel in einer weiteren Schüssel Mehl, Zucker, Vanille und Butter zu Streuseln vermischen.

Nun folgen die weiteren Zutaten. Dafür habe ich den Teig halbiert: Unter die eine Hälfte werden die Erdbeerstücke gemischt. Falls Ihr TK-Erdbeeren verwendet, sollten sie vorher etwas antauen – das dabei entstandene Auftauwasser wird abgegossen. Unter die andere Hälfte werden die Karamellstücke und die gehackte Schokolade gemischt. Ein 12er-Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und beide Teigsorten auf jeweils 6 Formen verteilen. Die Muffins in der mittleren Backofenschiene vorerst 8 Minuten backen. Das Blech wieder herausholen und die Vanillestreusel auf den Erdbeer-Muffins verteilen – so sinken sie nicht sofort auf den Boden. Die Muffins dann für weitere 12–17 Minuten backen. Herausholen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Tipp: Wer es vollwertig liebt, kann statt zwei Mehlsorten auch insgesamt 260 g Vollkornmehl verwenden. Dann sollten allerdings etwa 50 g Buttermilch, also insgesamt 325 g Buttermilch, mehr verwendet werden. Wenn Ihr nur helles Mehl verwendet, reicht eine Gesamtmenge von 250 g Buttermilch.

Hinweis: Falls Ihr nur eine Sorte Muffins backen möchtet, muss die Menge der weiteren Zutaten verdoppelt werden.

Zu dem Duft von frisch gebackenen Muffins gesellte sich der feine Duft von diesen zarten und zauberhaften Mandelblüten und Ranunkeln. Hach … ich freu mich schon so auf den Frühling!

Habt einen wunderschönen Sonntag!

Herzensgrüße,
Caro ♥

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5 comments

Dami

08. June 2015

Liebe Frau Herzblut,

die Erdbeermuffins waren wirklich allzu köstlich. Ich habe sie mit in die Uni genommen und alle waren davon sehr begeistert! Vielen Dank für das tolle Rezept.

Ich habe es auch gleich mal auf meinem Blog gepostet und hierher verlinkt:

bit.ly/1KQ5p2A

Wenn du magst kannst du ja mal vorbeischauen ;)

Ganz liebe Grüße,

Dami


Yvonne

25. February 2015

Muffins haben den Vor- und Nachteil, das sie so klein sind. Das heisst in meinem Fall, ich esse immer mal zu viele davon. Weil die halt so schnell weg sind. Und zack, schon auf der Hüfte!

 

Habe Muffin Man auf dem Ipod und ewig lange icht gehört! Gleich morgen wenn ich mit dem Hund rausgehe, wird der erste Song.

Danke für's Erinnern.

 

Yvonne


mmmhhhh... ich mag Muffins viel viel lieber als Cupcakes. Die sind mir meistens zu süss mit den Cremhauben etc. Allerdings mag ich bei Muffins auch eher, wie Herr Herzblut, die schokoladige Variante :-) Bei dir sehen aber beide Varianten lecker aus :-)

Übrigens habe ich mir grad dein Buch vorbestellt :-) Und ich freue mich schon riesig darauf!

Herzliche Grüsse Nica


Frau Herzblut

23. February 2015

-

Liebe Sabrina, hach … das freut mich wirklich sehr, dass Dir die Bilder als auch die Muffins gefallen! Danke! ♥ Dann gibt es ja noch eine weitere Gemeinsamkeit – neben der Fotografenausbildung: die Liebe zu Ranunkeln! ;-) Liebe Grüße, Caro


Sabrina Sue

23. February 2015

Traumhaft

Hallo Carolin, einfach zauberhaft deine Muffins und die Bilder sind ein absolutes Träumchen. Und dann sind da noch meine Lieblingsblümchen:-) Liebe Grüße von einer Bewunderin sabrinasue;-)