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5 O'Clock Tea unter Apfelblüten | Scones mit Rhabarbercurd

Avatar of CaroCaro - 23. April 2014 - It's TeaTime!

Südlich der englischen Universitätsstadt Cambridge befindet sich in dem kleinen Dorf Grantchester – direkt am Fluss Cam und zwischen Kuhwiesen und Landhäusern – ein Obstgarten. Seit 1868 wird während des gesamten Jahres im “The Orchard Garden” traditionell der britischen Teekultur gefrönt. Besonders idyllisch ist es im April den Tee unter blühenden Apfelbäumen zu trinken. In einem Pavillon werden die hausgemachten Speisen für Light Tea, High Tea, Cream Tea, Five o' Clock Tea oder Lunch zubereitet. Eine zauberhafte Oase der klassischen Teekultur – Queen Anne sei Dank!

So haben wir das wundervolle Wetter am langen Osterwochenende genutzt und uns ein Stückchen England in den Garten geholt. Unter blühenden Apfelbäumen mit Bienensummen, Vogelgezwitscher und Blütenrausch haben wir unseren 5 o'Clock Tea mit einer kleinen Torte und Scones sehr genossen.

Die britische Teekultur kommt insbesondere Herrn Herzblut entgegen, da er eine Schwäche für ofenfrische und noch warme Scones besitzt. Passend zur Jahreszeit haben wir die Scones – statt mit Clotted Cream und Erdbeermarmelade – mit Rhabarbercurd serviert, der unser Herz im Sturm erobert hat. Süß-säuerlich herb, sehr cremig und absolut köstlich. Mein Blaubeer Curd und Berry Curd schmecken auch sehr gut zu Scones.

Buttermilch-Scones

Zutaten für ca. 6 Stück (Ø6 cm)
200 g Bio-Dinkelmehl, 630
1 ½ TL Backpulver
1 TL gemahlene Bourbon-Vanille
1 Prise Salz
60 g kalte Butter
130 g Buttermilch
nach Belieben: Milch und Eigelb zum Bestreichen

Zubereitung
Den Backofen auf 220° C  Ober-Unterhitze vorheizen. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und miteinander verkneten. Sollte der Teig zu feucht sein, noch etwas Mehl hinzugeben. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf ca. 3 cm Dicke ausrollen, Kreise mit 6 cm Durchmesser ausstechen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech legen. Die Oberfläche mit Milch oder Milch-Eigelbmischung bestreichen und im Ofen 8–11 Minuten goldgelb backen.

Rhabarbercurd

Zutaten für ca. 340 ml
3 Bio-Eigelb (Größe M)
180 g Rhabarber
90 g Rohrzucker
1 EL Zitronensaft
60 g Butter
½ TL gemahlene Bourbon-Vanille
1 Prise Salz

Zubereitung
Den Rhabarber waschen, mit Schale in kleine Stücke schneiden und mit einem Esslöffel Rohrzucker für 30 Minuten in einem geschlossenen Topf ziehen lassen. Zwei Esslöffel Wasser hinzugeben und den Rharbarber bei kleiner Hitze ca. 10–12 Minuten weich kochen. Den Rhabarber anschließend fein pürieren.
Eigelb, restlichen Zucker, Vanille und Salz in eine hitzebeständige Schüssel geben und die Masse über einem Wasserbad mit einem Schneebesen für etwa 6 Minuten schaumig schlagen. Das Rhabarberpüree und den Zitronensaft hinzugeben, die Hitze reduzieren und stückchenweise die Butter hinzugeben. Den fertigen Rhabarbercurd in ein ausgekochtes Einmachglas füllen und verschließen.

Unangebrochen hält sich der Curd 2 Wochen im Kühlschrank.

Dazu haben wir uns den Tee mit Rosenblättern von Là¸v Organic schmecken lassen.

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit, den wundervollen “Sweet Paul” zu fragen, was sein Lieblingskuchen ist. Daher habe ich als Torte eine leichte Abwandlung seines Lieblingskuchens gebacken – etwas kleiner und mit mehreren Schichten. In die Crème habe ich zusätzlich  gekochten, pürierten Rhabarber untergemischt. Das Rezept findet Ihr hier. Absolute delish!

Kleine Wabenbälle habe ich als Cake-Topper umfunktioniert.

Herzensgrüße,
Caro ♥

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