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Homemade Antipasti-Burger – Auf die italienische Art

Avatar of CaroCaro - 15. July 2014 - My Veggie Italian Feast

Sommerzeit ist Grillzeit. Wenn ich dabei an die amerikanische Variante des Grillens, das “Barbecue”, denke, ist dies unweigerlich mit Burgern belegt mit dicken Fleisch-Patties aus frisch durchgedrehten Rindfleisch verbunden. Für Vegetarier wie mich ist das ja absolut nichts. Zum Glück gibt es vielseitige Möglichkeiten für köstliche, fleischlose Burger, die aber mit der Fleischvariante mithalten können.

Herr Herzblut isst durch mich zu 95% Vegetarisch und gönnt sich ab und an Fleisch. Dann muss es aber auch ein gutes Stück Fleisch – möglichst aus Bio-Haltung – sein, dem bei der Zubereitung viel Liebe und Respekt entgegen gebracht wird und welches hinterher besonders genossen wird. So gerne wie er ab und an mal ein gutes Stück Fleisch isst, liebt er meine vegetarischen Variationen doch sehr und vermisst das Fleisch noch nicht einmal.

Daher zeige ich Euch heute das Rezept einer meiner Veggie-Burger-Lieblingsvarianten. Denn an lauen Sommerabenden auf dem Balkon liebt meine italienische Ader kleine Antipasti-Burger. Viel Gemüse, Kräuter, zart-schmelzenden Büffelmozzarella und Knoblauch sorgen für eine pikante Note, die mit Fleisch auf jeden Fall mithalten kann.

In Italien ist es übrigens “normal”, dass oftmals auf Fleisch verzichtet wird. Das liegt daran, dass früher der Fleischgenuss nur wohlhabenden Menschen vorbehalten war und dass teilweise aus religiösen Gründen explizit auf Fleisch verzichtet wurde. Auberginen sind ein hervorragender Ersatz für Fleisch – andernfalls würde es Rezepte wie “Polpette di Melanzane” nicht geben.

Wer dennoch das Fleisch vermissen sollte, könnte ein Scheibchen guten Prosciutto oder Prosciutto di San Daniele auf den Burger schummeln … ;-)

Rosmarinbrötchen

Zutaten für etwa 6–8 Stück
200 g Mehl, z.B. Dinkelmehl 630 oder 1050
50 g italienisches Hartweizenmehl (Farina di Grano duro) oder Polenta
15 g frische Hefe
160 ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz
1 El frische Rosmarinnadeln

Zubereitung am Vorabend
Das lauwarme Wasser zusammen mit dem Salz und der Hefe in eine Schüssel geben und verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Das Wasser darf tatsächlich nur lauwarm sein, denn sonst sterben die Hefebakterien ab und der Teig geht nicht auf. Beide Mehlsorten und die fein gehackten Rosmarinnadeln hinzugeben und mit einem stabilen Kochlöffel oder mit den Knethaken des Mixers gut durchkneten. So kommt die Hefe schön in Gang. Die Teigschüssel mit einem Deckel oder Tuch abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Zubereitung am nächsten Tag
Den Backofen auf 210° C Umluft vorheizen. Mit gut bemehlten Händen den Teig ohne großes Kneten oder Rollen in 6–8 Portionen teilen, kleine Brötchen formen und auf ein Backblech setzen. Die Brötchen etwa 16–20 Minuten backen lassen und anschließend auf einem Kuchengutter auskühlen lassen. Die Oberfläche sollte schön knusprig sein.

Tipp: Wenn Ihr kein italienisches Hartweizenmehl oder Polanta bekommen könnte, verwendet Ihr einfach nur eine Mehlsorte. Die Brötchen lassen sich auch sehr gut in einer größeren Menge vorbereiten, einfrieren und nach Bedarf kurz aufbacken.

Antipasti-Mini-Burger

Zutaten für 6–8 Mini-Burger
1 Aubergine
1–2 Zucchini
1 Büffelmozzarella
schwarze Oliven
6–8 eingelegte Tomaten
Salat wie z.B. Baby-Mangold oder Rucula
6–8 Rosmarinbrötchen (s. Rezept oben)
Olivenöl
frischen Knoblauch
frischen Rosmarin, Basilikum und Majoran
Salz
Chilli
6–8 Holzpicker

Zubereitung
Die Aubergine waschen, trocknen und in etwa 5–8 mm dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben salzen und bei Zimmertemperatur 15–20 Minuten stehen lassen. Das Salz entzieht den Auberginescheiben Feuchtigkeit. So lassen sie sich besser braten und saugen weniger Fett auf.

Die Zucchini ebenfalls waschen, trocknen, die Strünke entfernen und etwa in 5 mm dünne Scheiben schneiden. In einer großen (Grill-)Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, eine ganze Knoblauchzehe hinzugeben und die Zucchinischeiben der Reihe nach bissfest garen. Die Zuchini auf einen Teller geben und mit Salz und Chilli bestreuen.

Die Auberginescheiben mit einem Küchenpapier trocken tupfen und ebenfalls in der (Grill-)Pfanne mit Olivenöl und einer ganzen Knoblauchzehe braten bis sie leicht braun und gar ist. Die Scheiben ebenfalls auf einen Teller legen und mit Salz und Chilli bestreuen.

Den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden, die eingelegten Tomatenscheiben abtropfen lassen, den Salat waschen und trocken schleudern. Etwas Rosmarin, Basilikum und Majoran grob hacken und über die Aubergine- und Zucchinischeiben streuen. Ein paar Oliven in feine Scheiben schneiden.

Jetzt wird der Burger zusammengesetzt: jeweils ein Brötchen halbieren und mit Salat, einer Auberginescheibe, einer eingelegten Tomate, einer Scheibe Büffelmozzarella, ein paar Scheibchen Oliven und Zucchinischeiben belegen. Den Deckel darauf setzen und mit einem Holzpicker – vorher mit Masking Tape verzieren – fixieren. Fertig!

Tipp: Die Zucchini- und Auberginescheiben könnt Ihr alternativ auch grillen oder auf einem Backblech im Ofen zubereiten. Der Burger schmeckt lauwarm als auch kalt.

Zu den Burgern haben wir uns wieder mein selbstgemachtes Feuriges Ingwerbier schmecken lassen und immer wieder den rustikalen Strauß aus dem Garten mit Glockenblumen, Brombeer-Blüten und Giersch-Blüten bewundert. Während ich in die Sonne blinzle und den ersten Biss in meinen “Fleischlos-glücklich-Burger” genieße, fühlt es sich fast ein bisschen an als wären wir gerade wieder in der Toscana

Herzensgrüße,
Caro ♥

 

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